Smarte Sicherheit von SSP: Wir machen Ihre Diagnosedaten für die Produktion nutzbar

Klassische Verdrahtung stößt an ihre Grenzen. Erfahren Sie, wie Sie mit IO-Link Ihre Diagnose optimieren, Stillstände drastisch reduzieren und die Installation Ihrer Sicherheitstechnik radikal vereinfachen.

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INHALT

1 | Was ist IO-Link?

2 | Klassische Verdrahtung versus IO-Link

3 | IO-Link Safety

4 | Einordnung der eigenen Situation

5 | HOLDX mit IO-Link

6 | tGard mit IO-Link Safety

7 | Micron mit IO-Link

8 | Wann ist IO-Link wirklich lohnenswert?

9 | FAQ

 

Was ist IO-Link? Die intelligente Schnittstelle für Ihre Sensorik.


Stellen Sie sich vor, Ihre Sensoren könnten sprechen. Bisher lieferte ein klassischer Sensor nur ein einfaches „An“ oder „Aus“. Wenn ein Kabel brach oder ein Sensor verschmutzte, war die Ursache für den Maschinenstillstand oft erst nach langer Suche klar.

IO-Link ändert das. Vergleichbar mit einem USB-Standard für die industrielle Automation, verwandelt IO-Link kompatible Sensoren in intelligente Teilnehmer Ihrer Produktion. Anders als komplexe Feldbussysteme wie Profinet oder EtherCAT benötigt IO-Link keine geschirmten Spezialkabel – es genügt eine handelsübliche, ungeschirmte M12-Standardleitung, direkt vom Master zum Gerät. Der Standard wird von PROFIBUS & PROFINET International (PI) entwickelt und gepflegt – derselben Organisation, hinter der auch PROFINET steht. Weltweit sind bereits über 61 Millionen IO-Link-Knoten installiert (Quelle: IO-Link Community, 2024).

Über diese Verbindung fließen gleichzeitig drei Informationstypen:

Prozessdaten

Was messe ich genau?

Messwerte direkt als digitale Werte – ohne teure Analog-Eingangskarten. Z.B. Objekthöhen in Millimetern statt binärem Schaltsignal.

Diagnosedaten

Wie geht es mir?

Verschmutzungsgrad, mechanischer Versatz, Betriebsstunden – in Echtzeit, bevor die Anlage ungeplant stoppt.

Parameterdaten

Wer bin ich?

Digitales Typenschild zur eindeutigen Identifikation. Konfiguration wird von der Steuerung direkt auf den Sensor geschrieben.

„IO-Link ist kein komplexes Netzwerk, sondern eine digitale Datenautobahn direkt bis in den Sensor.“

Das bedeutet für Ihren Betrieb konkret:

▶  Predictive Maintenance statt Blindflug

Der Sensor meldet proaktiv „Magnet-Versatz erkannt“ oder „Verschmutzungsgrad kritisch“ – bevor es zum Stillstand kommt. Sie reagieren, bevor das Problem entsteht.

▶  Gerätetausch in Minuten, nicht Stunden

Der Master erkennt jeden neuen Sensor via IODD-Datei und spielt gespeicherte Parameter automatisch auf. Kein manuelles Konfigurieren, kein Spezialist vor Ort nötig.

Klassisch vs. IO-Link – der direkte Vergleich

Merkmal Klassische Verdrahtung Mit IO-Link von SSP
Kommunikation Einweg: Nur „An“ oder „Aus“. Bidirektional: Das Gerät sendet Daten und empfängt Parameter.
Diagnose Blindflug: Zeitraubende Fehlersuche bei Stillstand. Klartext: Exakte Fehlermeldungen, z.B. „Magnet-Versatz“ oder „RFID-Fehler“.
Verkabelung Parallel: Jedes Signal benötigt eine eigene Ader. Punkt-zu-Punkt: Mehrere Informationen gleichzeitig über ein Standard-Kabel pro Gerät.
Gerätetausch Aufwendig: Manuelles Einstellen und Prüfen vor Ort nötig. Automatisch: Plug & Play via IODD-Datei – Parameter werden automatisch aufgespielt.

Fazit: IO-Link reduziert die Komplexität der Installation auf ein Minimum – Standardkabel statt Spezialnetzwerk – und erhöht gleichzeitig die Transparenz Ihrer Anlage auf ein Maximum. Sie wissen nicht nur, dass etwas nicht stimmt. Sie wissen genau, was, wo und warum.

IO-Link Safety – Diagnose oder Sicherheit? Beides auf einer Leitung.

In der modernen Industrie hat sich IO-Link als das Rückgrat für die Digitalisierung der Feldebene etabliert. Doch wenn es um den Schutz von Menschenleben geht — etwa bei Not-Halt-Systemen oder Schutztüren — gelten über die reine Datenübertragung hinaus strengste Sicherheitsanforderungen.

IO-Link Safety – Die integrierte Zukunft: Die konsequente Weiterentwicklung für die Sicherheitstechnik. Als eigenständiger internationaler Standard nach IEC 61139-2 definiert IO-Link Safety ein zertifiziertes Sicherheitsprotokoll, das sicherheitskritische Abschaltsignale durch Prüfsummen und Sequenzkontrollen fehlersicher überträgt. Mit Lösungen wie dem modularen tGard realisieren Sie vollwertige Sicherheitsfunktionen bis PLe / SIL 3 — über eine einzige, standardisierte M12-Leitung.

Warum SSP? Mehr als nur Komponenten: wir vernetzen Ihre Sicherheit.

Von der ersten Idee bis zur fertigen Anlage – ein abgestimmtes Portfolio, das Ihre Produktion effizienter und sicherer macht. Wir unterstützen Sie dabei zu entscheiden, wo Standard-IO-Link für die Diagnose ausreicht – und wo IO-Link Safety den größten Benefit bringt. Wir kombinieren unsere hauseigenen Produkte mit den Lösungen unserer Technologiepartner wie Fortress Safety und ReeR – immer die technisch beste Lösung für Ihre spezifische Anforderung. Als Spezialisten für Maschinensicherheit garantieren wir, dass Ihre IO-Link-Integration alle geltenden Normen bis PLe / SIL 3 erfüllt.

Kennen Sie diese Situationen?

In vielen Anlagen sieht die Realität an der Schutztür noch immer so aus: Ein dicker Kabelbaum führt zu jedem Schalter, jede Ader muss einzeln aufgelegt und beschriftet werden — zeitaufwendig bei der Montage, und ein Risiko das sich spätestens im Fehlerfall rächt.

 

Die endlose Fehlersuche

Eine Maschine steht still. Die einzige Information der Steuerung: „Sicherheitskreis offen." Ihr Instandhalter läuft mit dem Multimeter jede einzelne Tür ab — ohne zu wissen, wo er suchen soll.

Fehlerquelle Verdrahtung

20 Adern pro Türstation bedeuten 20 potenzielle Fehlerquellen. Ein loses Kabel oder ein Dreher beim Klemmen kostet Stunden bei der Inbetriebnahme.

Starre Systeme

Jede Änderung an der Maschine bedeutet neue Kabelwege, neue Schaltschrank-Module und massiven Umbauaufwand.

Fazit: 

Welche Aufgabe lösen Sie gerade?


Wählen Sie Ihr Szenario, wir zeigen Ihnen die passende IO-Link-Lösung

HOLDX

Szenario A

Überwachung einer einzelnen Schutztür

Sie benötigen eine sichere Zuhaltung, wollen aber gleichzeitig Stillstände durch mechanischen Versatz oder Verschmutzung verhindern, bevor sie entstehen.

→ Die Lösung: Standard-IO-Link für Diagnose (HOLDX)

tGard

Szenario B

Komplexere Bedienstation am Schutzzaun

Sie müssen Not-Halt, mehrere Taster und eine Verriegelung platzsparend montieren und wollen den massiven Verdrahtungsaufwand eines Kabelbaums vermeiden.

→ Die Lösung: IO-Link Safety für die Installation (tGard)

MICRON

Szenario C

Präzises Messen und Erkennen ohne Zusatzhardware

Sie müssen Objekthöhen, Positionen oder Profile digital erfassen – etwa in der Logistik oder Qualitätskontrolle – und wollen keine teuren Analog-Eingangskarten in der Steuerung.

→ Die Lösung: Standard-IO-Link für Daten-Effizienz (Micron)

HOLDX mit IO-Link - Die intelligente Prozesszuhaltung

HOLDX mit IO-Link

Sehen, was die Tür hält: Smarte Diagnose mit HOLDX.

Maximale Transparenz für Ihre Schutztür – Stillstände erkennen, bevor sie entstehen.

Ihre Herausforderung: Die "sprechende" Maschine.

Oft steht eine Anlage still, weil eine Schutztür minimal verstellt ist oder der Magnet verschmutzt wurde. Bisher erfuhren Sie davon erst, wenn die Sicherheitskette unterbrochen war.

Die HOLDX fungiert als Ihr Frühwarnsystem direkt an der Schutztür. Während die sicherheitsgerichtete Abschaltung zuverlässig über klassische OSSD-Kontakte erfolgt, liefert die integrierte Standard-IO-Link-Schnittstelle wertvolle Einblicke – alternativ auch bequem per Bluetooth direkt auf Ihr Smartphone oder Laptop:

Verfügbar in zwei Bauformen: HOLDX RS für kleine Schutzklappen (600 N) und HOLDX RL für große Schutztüren (1.200 N) – beide erfüllen PLe / Kat. 4 nach EN ISO 13849-1 und die Anforderungen der EN ISO 14119.

Weitere Details
  • Vorausschauende Wartung: Überwachen Sie den Zustand der Zuhaltung in Echtzeit. HOLDX meldet frühzeitig Verschmutzungen oder Versatz, noch bevor es zum Anlagenstopp kommt.
  • Diagnose im Klartext: Schluss mit LED-Rätselraten. Exakte Statusmeldungen gehen direkt an Ihre Steuerung (z. B. „Gegenplatte nicht bündig“)
  • Digitale Konfiguration: Passen Sie Parameter wie die Rastkraft komfortabel über die Software HOLDX Manager an – ohne das Gerät physisch zu öffnen. Spart Zeit direkt bei der Inbetriebnahme.
  • Flexible Anlagensteuerung: Vernetzen Sie bis zu 30 Prozesszuhaltungen und entriegeln oder verriegeln Sie einzelne Schutztüren gezielt – individuell und auf Befehl.

 

tGard mit IO-Link Safety

Effiziente Türstationen durch IO-Link Safety.

Immense Vereinfachung Ihrer Installation – Sicherheit und Steuerung auf einer Leitung.

Ihre Herausforderung: Die radikale Ein-Kabel-Lösung.

Ein Not-Halt, drei Taster und eine Verriegelung an einem schmalen Profil – bisher bedeutete das eine Vielzahl an Adern, die einzeln aufgelegt werden mussten. Das ist zeitaufwendig und eine enorme Fehlerquelle bei der Inbetriebnahme.

Mit tGard bündeln wir alles. Durch die Integration von IO-Link Safety nutzt das System ein zertifiziertes Protokoll, um sowohl Standard-Signale als auch hochsichere Befehle über eine einzige Leitung zu übertragen – vom TÜV SÜD zertifiziert als erstes Verriegelungssystem mit IO-Link Safety Konformität.

tGard mit IO-Link Safety
Weitere Details
  • 80 % Zeitersparnis: Ein einziger 5-poliger M12-Stecker ersetzt einen kompletten Kabelbaum. Profitieren Sie von echtem Plug-and-Play.
  • Grenzenlose Modularität: Konfigurieren Sie Ihre Station aus bis zu 10 Elementen – von Not-Halt bis RFID-Zuhaltung – exakt nach Bedarf.
  • Kompaktes Kraftpaket: Das robuste 40 mm Aluminium-Gehäuse ist in 8 Varianten verfügbar – für Dreh- und Schiebetüren sowie verschiedene Zaunprofile.

Micron mit IO-Link - Der messende Lichtvorhang

Micron messender Lichtvorhang mit IO-Link

Präzision digitalisiert. Messen und Zählen mit Micron.

Intelligente Objekterkennung ohne teure Zusatzhardware.

Ihre Herausforderung: Messen statt nur Schalten

In der Logistik müssen Sie oft Objekthöhen oder Positionen messen. Bisher waren dafür teure Analog-Karten in der Steuerung nötig.

Micron verwandelt Lichtschranken-Technologie in ein präzises Messinstrument. Über den integrierten Standard-IO-Link fließen Messergebnisse direkt digital in Ihr System.

Ihr Vorteil: Präzise Daten ohne Zusatzhardware – einfach über die bestehende Datenleitung. Verfügbar mit Strahlabständen von 10 bis 75 mm und Schutzfeldhöhen von 150 bis 3.000 mm – passend für nahezu jede Applikation.

Weitere Details
  • Datenstrom statt Schaltsignal: Erfassen Sie Höhen, Breiten oder Positionen in Echtzeit als hochauflösende digitale Werte.
  • Flexibel konfigurierbar: Wählen Sie den passenden Strahlabstand (10, 25, 30, 50 oder 75 mm) je nach gewünschter Messgenauigkeit und Objektgröße.
  • Einfachste Ausrichtung: Erhalten Sie über IO-Link direktes Feedback zur Signalqualität jedes einzelnen Strahls.
  • Vielseitig einsetzbar: Ideal für Logistik, Qualitätskontrolle oder Konturprüfung – in Sonderausführung (IP69K) auch für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit häufigen Reinigungsprozessen.

 

Ist IO-Link die richtige Investition für Ihr Projekt?

Eine ehrliche Einschätzung für Entscheider und Konstrukteure.

IO-Link ist die ideale Wahl, wenn...

  • Montagezeit ein Engpass ist: Besonders bei Serienmaschinen oder komplexen Stationen wie tGard reduziert die Ein-Kabel-Lösung die Lohnkosten massiv.
  • Stillstandskosten kritisch sind: In hochautomatisierten Linien verhindert die Detail-Diagnose (z. B. HOLDX) ungeplante Stopps durch vorausschauende Wartung.
  • Häufige Formatwechsel anstehen: Dank „Data Storage“ amortisiert sich das System durch automatische Parametrierung innerhalb weniger Monate.

Klassische Verdrahtung reicht aus, wenn...

  • Die Anwendung simpel bleibt: Eine einzelne Schutztür ohne Bedarf an Fern-Diagnose benötigt keinen zusätzlichen Master.
  • Keine digitale Infrastruktur vorhanden ist:Ohne übergeordnete Steuerung zur Datenverarbeitung bleibt die OSSD-Verdrahtung oft wirtschaftlicher.

Sie planen ein Projekt mit IO-Link?

Lassen Sie uns unverbindlich prüfen, wie Sie moderne Vernetzung und höchste Sicherheit wirtschaftlich in Einklang bringen.

Der Umstieg auf IO-Link oder die Integration von IO-Link Safety wirft oft individuelle Fragen auf – von der passenden Hardware-Auswahl bis hin zur normkonformen Umsetzung. Wir bei SSP unterstützen Sie dabei, Schritt für Schritt die richtige Strategie für Ihre Anlage zu finden.

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FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um IO-Link

Ist IO-Link grundsätzlich sicherheitsgerichtet?

Standard-IO-Link (IEC 61131-9) überträgt nur Prozessdaten. Für Sicherheit (bis PLe) ist die Erweiterung IO-Link Safety mit zusätzlichen Schutzmechanismen erforderlich.

Was ist der Hauptvorteil gegenüber klassischer Verdrahtung?

Die massive Reduktion des Aufwands: Ein einziges 5-poliges Standard-Kabel überträgt sichere Signale und Standard-Daten gleichzeitig.

Benötige ich spezielle Kabel?

Nein. Einer der größten Vorteile ist die Nutzung ungeschirmter M12-Standardleitungen. Teure Spezialkabel entfallen.

Kann ich IO-Link nachrüsten?

Ja. Als Punkt-zu-Punkt-Kommunikation lassen sich Master-Module einfach in bestehende Feldbusse (z. B. PROFINET) integrieren.

Wie lang darf das Kabel sein?

Maximal 20 Meter zwischen Master und Device – ideal für die meisten Schutztür-Anwendungen.

Was passiert beim Gerätetausch?

Dank „Data Storage“ spielt der Master alle Parameter automatisch auf das neue Gerät auf – ohne Laptop oder Neukonfiguration.

Unterstützt IO-Link Safety Not-Halt?

Ja, es ist bis SIL 3 / PLe zertifiziert und deckt Not-Halt sowie Schutztürüberwachungen vollständig ab.

Spart es wirklich Kosten im Schaltschrank?

Ja, da digitale Datenströme teure analoge Eingangskarten ersetzen und die Klemmenbelegung drastisch reduziert wird.

Ist IO-Link ein neuer Feldbus?

Nein. Es ist eine Kommunikation unterhalb der Feldbusebene und dient als digitale Brücke zum Sensor.

Wie sicher ist die Übertragung?

Das Safety-Protokoll erkennt fehlerhafte Übertragungen durch Check-Summen und Zeitstempel sofort und versetzt die Anlage in den sicheren Zustand.