Smarte Sicherheit von SSP: Wir machen Ihre Diagnosedaten für die Produktion nutzbar

Klassische Verdrahtung stößt an ihre Grenzen. Erfahren Sie, wie Sie mit IO-Link mehr Transparenz in Ihre Anlage bringen, Fehler schneller analysieren und moderne Sicherheitslösungen einfacher integrieren.

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Was ist IO-Link? Die intelligente Schnittstelle für Ihre Sensorik.

Viele Sensoren liefern heute lediglich Schaltsignale. Zusätzliche Informationen zum Zustand des Geräts oder zur Ursache eines Fehlers stehen häufig nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Trat ein Kabelbruch auf oder verschmutzte ein Sensor, war die Ursache für einen Maschinenstillstand oft erst nach längerer Fehlersuche erkennbar.

IO-Link ändert das. Vergleichbar mit einem USB-Standard für die industrielle Automation, verwandelt IO-Link kompatible Sensoren in intelligente Teilnehmer Ihrer Produktion. IO-Link ergänzt bestehende Feldbussysteme wie PROFINET oder EtherCAT und nutzt dafür eine standardisierte Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zwischen Master und Gerät. Der Standard wird von PROFIBUS & PROFINET International (PI) entwickelt und gepflegt – derselben Organisation, hinter der auch PROFINET steht. Weltweit sind bereits über 61 Millionen IO-Link-Knoten installiert (Quelle: IO-Link Community, 2024).

Über diese Verbindung fließen gleichzeitig drei Informationstypen:

Prozessdaten

Was messe ich genau?

Messwerte stehen direkt digital zur Verfügung. Je nach Anwendung können dadurch zusätzliche analoge Schnittstellen entfallen.

Diagnosedaten

Wie geht es mir?

Zustands- und Diagnoseinformationen direkt aus dem Gerät. Statusmeldungen, Ereignisse und weitere Diagnosedaten stehen zentral zur Verfügung.

Parameterdaten

Wie bin ich eingestellt?

Konfigurations- und Geräteeinstellungen können digital gespeichert und übertragen werden.

IO-Link ist kein komplexes Netzwerk, sondern eine standardisierte Punkt-zu-Punkt-Kommunikation direkt bis ins Feldgerät.

Das bedeutet für Ihren Betrieb konkret:

▶  Frühzeitig auf Abweichungen reagieren

Diagnose- und Statusinformationen helfen dabei, Veränderungen im Anlagenzustand schneller zu erkennen. Wartungsmaßnahmen können gezielter geplant und Fehlerursachen schneller analysiert werden.

▶ Gerätetausch vereinfachen

Über die IODD stehen Geräteinformationen für Identifikation, Parametrierung und Diagnose zur Verfügung. Beim Gerätetausch können gespeicherte Parameter automatisch auf ein kompatibles Ersatzgerät übertragen werden. Das reduziert den Aufwand bei Inbetriebnahme und Service deutlich.

Klassisch vs. IO-Link – der direkte Vergleich

Merkmal Klassische Verdrahtung Mit IO-Link von SSP
Kommunikation Einweg: Nur „An“ oder „Aus“. Bidirektional: Das Gerät sendet Daten und empfängt Parameter.
Diagnose Zeitraubende Fehlersuche bei Stillstand. Erweiterte Diagnose- und Statusinformationen unterstützen die Fehlersuche.
Verkabelung Parallel: Jedes Signal benötigt eine eigene Ader. Punkt-zu-Punkt: Mehrere Informationen gleichzeitig über ein Standard-Kabel pro Gerät.
Gerätetausch Aufwendig: Manuelles Einstellen und Prüfen vor Ort nötig. Automatisch: Plug & Play via IODD-Datei – Parameter werden automatisch aufgespielt.

Fazit: IO-Link macht aus reinen Schaltsignalen nutzbare Informationen. Prozess-, Diagnose- und Parameterdaten stehen direkt aus dem Feldgerät zur Verfügung – über eine standardisierte Schnittstelle und ohne zusätzliche Verdrahtung.

IO-Link Safety – Diagnose oder Sicherheit? Beides auf einer Leitung.

Während HOLDX und Micron Standard-IO-Link für Diagnose-, Status- und Prozessdaten nutzen, kommt IO-Link Safety bei Sicherheitsfunktionen zum Einsatz – beispielsweise in modularen Türstationen wie tGard.

IO-Link hat sich als standardisierte Schnittstelle für die Kommunikation zwischen Sensoren, Aktoren und Steuerungen etabliert. Doch wenn es um den Schutz von Menschenleben geht — etwa bei Not-Halt-Systemen oder Schutztüren — gelten über die reine Datenübertragung hinaus strengste Sicherheitsanforderungen.

IO-Link Safety – Sichere Kommunikation über dieselbe Infrastruktur: Die konsequente Weiterentwicklung für die Sicherheitstechnik. Als eigenständiger internationaler Standard nach IEC 61139-2 definiert IO-Link Safety ein zertifiziertes Sicherheitsprotokoll, das sicherheitskritische Abschaltsignale durch Prüfsummen und Sequenzkontrollen fehlersicher überträgt. Mit Lösungen wie dem modularen tGard lassen sich Sicherheits- und Bedienfunktionen über eine standardisierte Verbindung integrieren und kompakte Sicherheitskonzepte bis PLe / SIL3 realisieren.

Warum SSP? Mehr als nur Komponenten: wir vernetzen Ihre Sicherheit.

Von der ersten Idee bis zur fertigen Anlage – ein abgestimmtes Portfolio für Diagnose, Kommunikation und funktionale Sicherheit. Wir unterstützen Sie dabei zu entscheiden, wo Standard-IO-Link für die Diagnose ausreicht – und wo IO-Link Safety den größten Mehrwert bietet. Wir kombinieren unsere hauseigenen Produkte mit den Lösungen unserer Technologiepartner wie Fortress Safety und ReeR Safety, um passende Lösungen für unterschiedliche Anforderungen anbieten zu können. Als Spezialisten für Maschinensicherheit unterstützen wir Sie bei der Auswahl und Umsetzung normgerechter Sicherheitslösungen bis PLe / SIL3.

Kennen Sie diese Situationen?

In vielen Anlagen sieht die Realität an der Schutztür noch immer so aus: Ein dicker Kabelbaum führt zu jedem Schalter, jede Ader muss einzeln aufgelegt und beschriftet werden — zeitaufwendig bei der Montage, und ein Risiko das sich spätestens im Fehlerfall rächt.

 

Die endlose Fehlersuche

Eine Maschine steht still. Die einzige Information der Steuerung: „Sicherheitskreis offen." Ihr Instandhalter läuft mit dem Multimeter jede einzelne Tür ab — ohne zu wissen, wo er suchen soll.

Fehlerquelle Verdrahtung

Viele einzelne Leitungen bedeuten viele potenzielle Fehlerquellen. Ein loses Kabel oder ein Verdrahtungsfehler kostet im Zweifel wertvolle Zeit bei Inbetriebnahme und Service.

Starre Systeme

Erweiterungen und Umbauten bedeuten häufig neue Kabelwege, neue Schaltschrank-Module und massiven Umbauaufwand.

 

Fazit: IO-Link wurde entwickelt, um genau diese Informations- und Verdrahtungslücken zu schließen.

Welche Aufgabe lösen Sie gerade?


Wählen Sie Ihr Szenario, wir zeigen Ihnen die passende IO-Link-Lösung

HOLDX

Szenario A

Überwachung einer einzelnen Schutztür

Sie benötigen eine Prozesszuhaltung und möchten den Zustand Ihrer Schutztür transparenter überwachen?

→ Die Lösung: Standard-IO-Link für Diagnose (HOLDX)

tGard

Szenario B

Komplexere Bedienstation am Schutzzaun
Sie müssen Not-Halt, mehrere Taster und eine Verriegelung auf engem Raum integrieren und möchten den Verdrahtungsaufwand reduzieren.

→ Die Lösung: IO-Link Safety für kompakte und integrierte Sicherheitslösungen (tGard)

MICRON

Szenario C

Präzises Messen, Erkennen und Zählen

Sie müssen Objekte erkennen, zählen, vermessen oder anhand ihrer Position und ihres Profils auswerten – etwa in der Logistik, Automatisierung oder Qualitätskontrolle.

→ Die Lösung: Standard-IO-Link für Mess- und Erfassungsdaten (Micron)

HOLDX mit IO-Link: Die intelligente Prozesszuhaltung

HOLDX mit IO-Link

Sehen, was die Tür hält: Smarte Diagnose mit HOLDX.

Zusätzliche Transparenz für Ihre Schutztür – Diagnose- und Statusinformationen direkt aus der Anlage.

Ihre Herausforderung: Zustände und Fehler an der Schutztür schneller erkennen.

Abweichungen an der Schutztür oder eine nicht erreichte Zuhaltekraft können die Verfügbarkeit der Anlage beeinträchtigen. Zusätzliche Diagnoseinformationen machen solche Zustände schneller erkennbar.

HOLDX stellt zusätzliche Diagnose- und Statusinformationen direkt an der Schutztür bereit. Die sicherheitsgerichteten Signale werden über OSSD-Ausgänge übertragen. Über die bidirektionale IO-Link-Schnittstelle stehen Diagnose- und Statusdaten für die Steuerung zur Verfügung. Für den mobilen Zugriff auf Diagnosedaten kann zusätzlich der HOLDX Manager per Bluetooth genutzt werden.

Verfügbar in zwei Bauformen: HOLDX RS für kleine Schutzklappen (600 N) und HOLDX RL für große Schutztüren (1.200 N) – beide erfüllen PLe / Kat. 4 nach EN ISO 13849-1 und die Anforderungen der EN ISO 14119.

Weitere Details
  • Abweichungen frühzeitig erkennen: Diagnose- und Statusinformationen machen Veränderungen im Zustand der Zuhaltung sichtbar. Wartungsmaßnahmen wie Reinigung oder Neuausrichtung lassen sich dadurch gezielter einplanen.
  • Diagnoseinformationen zentral verfügbar: Über IO-Link stehen Status- und Diagnoseinformationen in der Steuerung zur Verfügung. Ergänzend ermöglichen die beidseitigen LEDs eine schnelle Diagnose direkt am Gerät.
  • Mobiler Zugriff über den HOLDX Manager: Diagnosedaten und Geräteinformationen können per Bluetooth auf Laptop oder Smartphone eingesehen werden. Der Magnet lässt sich über die Software passwortgeschützt starten und stoppen.
  • Individuelle Steuerung:Bis zu 30 vernetzte Prozesszuhaltungen lassen sich in das System einbinden. Einzelne Türen können gezielt entriegelt oder verriegelt werden.

 

tGard mit IO-Link Safety

Effiziente Türstationen durch IO-Link Safety.

Sicherheits- und Bedienfunktionen platzsparend integriert.

Ihre Herausforderung: Viele Funktionen auf engem Raum unterbringen

Ein Not-Halt, drei Taster und eine Verriegelung an einem schmalen Profil – bisher bedeutete das eine Vielzahl an Adern, die einzeln aufgelegt werden mussten. Das ist zeitaufwendig und eine zusätzliche Fehlerquelle bei der Inbetriebnahme.

Mit tGard bündeln wir alles. Durch die Integration von IO-Link Safety nutzt das System ein zertifiziertes Protokoll, um Standard- und sicherheitsgerichtete Signale über eine gemeinsame Infrastruktur zu übertragen. tGard ist das erste Verriegelungssystem mit IO-Link-Safety-Konformitätszertifizierung von TÜV SÜD.

tGard mit IO-Link Safety
Weitere Details
  • Weniger Verdrahtungsaufwand: Sicherheits- und Bedienfunktionen werden über eine kompakte und integrierte Lösung zusammengeführt. Die standardisierte M12-Anbindung vereinfacht Installation und Integration. Profitieren Sie von echtem Plug-and-Play.
  • Modular aufgebaut: Bis zu 10 Elemente können entsprechend der Anwendung kombiniert werden.
  • Kompakte Bauform: Robustes Aluminiumgehäuse in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Tür- und Zaunkonzepte. Verfügbar in 8 Varianten für Dreh- und Schiebetüren sowie verschiedene Zaunprofile.

Micron mit IO-Link - Der messende Lichtvorhang

Micron messender Lichtvorhang mit IO-Link

Messen, erkennen und zählen mit Micron IO-Link.

Mess- und Erfassungsdaten direkt über IO-Link an die Steuerung übertragen.

Ihre Herausforderung: Messen statt nur Schalten

In Logistik- und Automatisierungsanwendungen müssen Objekte beispielsweise erkannt, gezählt, vermessen oder anhand ihrer Position und ihres Profils ausgewertet werden.

Micron erfasst Anzahl und Position unterbrochener Strahlen und stellt die daraus gewonnenen Mess- und Erfassungsdaten über IO-Link digital für die Steuerung bereit. Je nach Auswertung lassen sich damit unter anderem Anwesenheit, Anzahl, Position, Profil und Abmessungen von Objekten bestimmen.

Ihr Vorteil: Je nach Ausführung stehen unterschiedliche kontrollierte Höhen sowie Strahlabstände von 10, 25 oder 30 mm zur Verfügung. So lässt sich die passende Variante entsprechend der Messaufgabe auswählen.

Weitere Details
  • Mess- und Erfassungsdaten: Objekte erkennen und zählen sowie Positionen, Profile und Abmessungen über die unterbrochenen Strahlen auswerten.
  • Passend zur Messaufgabe auswählen: Micron IO-Link ist mit Strahlabständen von 10, 25 oder 30 mm und in unterschiedlichen kontrollierten Höhen erhältlich.
  • Einzelne Strahlen auswerten: Über IO-Link stehen unter anderem Informationen zu unterbrochenen Strahlen, zum Status einzelner Strahlen und zum Zustand des Lichtvorhangs zur Verfügung.
  • Standardisierte Geräteintegration: Die benötigten Geräteinformationen für Parametrierung, Diagnose und Identifikation stehen über die IODD zur Verfügung.

Ist IO-Link die richtige Investition für Ihr Projekt?

Eine ehrliche Einschätzung für Entscheider und Konstrukteure.

IO-Link ist die ideale Wahl, wenn...

  • Montagezeit ein Engpass ist: Besonders bei komplexen Stationen wie tGard kann IO-Link Safety dazu beitragen, Verdrahtung und Inbetriebnahme deutlich zu vereinfachen.
  • Stillstandskosten kritisch sind: In hochautomatisierten Linien können Diagnoseinformationen dabei helfen, Abweichungen früher zu erkennen und Fehlerursachen schneller zu analysieren.
  • Häufige Formatwechsel anstehen: Der wirtschaftliche Nutzen zeigt sich besonders bei häufigen Gerätewechseln, wiederkehrenden Parametrierungen oder größeren Stückzahlen.

Klassische Verdrahtung reicht aus, wenn...

  • Die Anwendung simpel bleibt: Eine einzelne Schutztür ohne Bedarf an Fern-Diagnose benötigt keinen zusätzlichen Master.
  • Keine digitale Infrastruktur vorhanden ist:Ohne übergeordnete Steuerung zur Datenverarbeitung bleibt die OSSD-Verdrahtung oft wirtschaftlicher.

Sie planen ein Projekt mit IO-Link?

Lassen Sie uns unverbindlich prüfen, wie Sie moderne Vernetzung und funktionale Sicherheit wirtschaftlich in Einklang bringen.

Der Umstieg auf IO-Link oder die Integration von IO-Link Safety wirft oft individuelle Fragen auf – von der passenden Hardware-Auswahl bis hin zur normkonformen Umsetzung. Wir bei SSP unterstützen Sie dabei, Schritt für Schritt die richtige Strategie für Ihre Anlage zu finden.

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Die wichtigsten Fragen rund um IO-Link

Ist IO-Link grundsätzlich sicherheitsgerichtet?

Standard-IO-Link (IEC 61131-9) überträgt nur Prozessdaten. Für Sicherheit (bis PLe) ist die Erweiterung IO-Link Safety mit zusätzlichen Schutzmechanismen erforderlich.

Was ist der Hauptvorteil gegenüber klassischer Verdrahtung?

Über eine standardisierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung stehen Prozess-, Diagnose- und Parameterdaten gleichzeitig zur Verfügung. Mit IO-Link Safety können zusätzlich sicherheitsgerichtete Signale übertragen werden.

Benötige ich spezielle Kabel?

Nein. IO-Link nutzt standardisierte M12-Leitungen. In den meisten Anwendungen sind keine speziellen Kommunikationskabel erforderlich.

Kann ich IO-Link nachrüsten?

Ja. Als Punkt-zu-Punkt-Kommunikation lassen sich Master-Module einfach in bestehende Feldbusse (z. B. PROFINET) integrieren.

Wie lang darf das Kabel sein?

Maximal 20 Meter zwischen Master und Device – ideal für die meisten Schutztür-Anwendungen.

Was passiert beim Gerätetausch?

Dank der Data-Storage-Funktion können gespeicherte Parameter automatisch auf ein Ersatzgerät übertragen werden. Dadurch reduziert sich der Aufwand bei Gerätetausch und Inbetriebnahme.

Unterstützt IO-Link Safety Not-Halt?

Ja. IO-Link Safety ist für sicherheitsgerichtete Anwendungen ausgelegt und kann in Sicherheitsfunktionen bis SIL 3 bzw. PLe eingesetzt werden, beispielsweise für Not-Halt- oder Schutztüranwendungen.

Spart es wirklich Kosten im Schaltschrank?

Ja. Je nach Anwendung können Verdrahtungsaufwand, Klemmenbelegung und Inbetriebnahmeaufwand deutlich reduziert werden. Der tatsächliche Nutzen hängt von der jeweiligen Maschinenarchitektur ab.

Ist IO-Link ein neuer Feldbus?

Nein. Es ist eine Kommunikation unterhalb der Feldbusebene und dient als digitale Brücke zum Sensor.

Wie sicher ist die Übertragung?

Das Safety-Protokoll erkennt Übertragungsfehler durch zusätzliche Sicherheitsmechanismen wie Prüfsummen und Sequenzkontrollen. Fehler werden erkannt und führen zu einer sicherheitsgerichteten Reaktion des Systems.