Absicherung einer Produktion von Nietmaschine mit Mehrspindelkopf

Die Firma KMT-Vogt e.K. im Südschwarzwald setzt beim Absichern ihrer 14er-Spindelanlage zur Produktion von Mehrfachsteckdosen auf Sicherheitssensoren und Sicherheitssteuerung der Firma Safety System Products aus Spaichingen.

 

Herausforderung: Beispielhafte Entwicklung und Marktanpassung

Seit Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen KMT-Vogt Niet- und Fördertechnik e.K. aus Villingen-Schwenningen Taumel-Nietmaschinen und Förderbänder nach Kundenwunsch. Seither stellt man sich zusätzlich zur Produktion von Serienmaschinen jeden Tag neuen Herausforderungen, wenn es um das Planen, Entwickeln und Fertigen von individuellen Nietanlagen geht. Dabei ist man breit aufgestellt, ganz egal ob für die Automobil-, Medizin- oder Elektrotechnik-Industrie, die Bandbreite der bereits realisierten Projekte ist groß. Da verwunderte es kaum, dass ein namhafter Hersteller von Mehrfachsteckdosen mit einer individuellen Anfrage auf KMT-Vogt zukam.

 

Lösung: Mehr Flexibilität und höhere Sicherheitsanforderungen

An der eigens für den Endkunden entwickelten 14-Spindelanlage können Gehäuse für Mehrfachsteckdosen vernietet werden. Hierfür legt der Bediener entweder 3er oder 6er Gehäuse in den Schlitten ein und startet den Prozess.

 
14er-Spindelanlage mit eingelegter Mehrfachsteckdose

Bild 1: 14er-Spindelanlage mit eingelegter Mehrfachsteckdose

 

Der Schlitten fährt ein und die Zylinder pressen den Mehrspindelkopf über einen Kniehebel nach unten. Die Spindeln, die über einen Drehstrommotor angetrieben werden, vertaumeln dann die Kunststoffzapfen und sorgen somit für ein stabiles Gehäuse. Die Position des Schlittens wird dabei über den berührungslosen RFID-Sicherheitssensor „Safix“ von Safety System Products abgefragt, um die Sicherheit des Bedieners zu garantieren. Der hohe Schaltabstand des Sensors von 12mm ist dabei von besonderer Bedeutung, da dieser so problemlos verdeckt eingebaut werden konnte. Von Vorteil ist auch der schmale Betätiger, der durch seine flache und schmale Bauform kaum Platz verschwendet. Mit seiner hohen Kodierungsstufe nach EN ISO 14119 bietet der Sensor außerdem einen hohen Manipulationsschutz. Einmal auf einen Betätiger eingelernt, kann der Sensor nur noch durch diesen betätigt werden. Dank der berührungslosen RFID-Technik findet am Sensor selbst kein mechanischer Verschleiß statt, was eine lange Lebensdauer garantiert. Die OSSD-Signale erlauben zudem die Erkennung von Kurz- und Querschlüssen. Über einen 8-poligen M8 Stecker lässt sich SAFIX leicht anschließen und somit perfekt in die bestehende Umgebung integrieren. Die Diagnose erfolgt bedienerfreundlich über eine dreifarbige LED-Anzeige und ermöglicht so eine schnelle Wartung und Inbetriebnahme.

 
Taumelniet-Vorgang

Bild 2: Der Taumelniet-Vorgang in vollem Gange

RFID-Sicherheitssensor Safix

Bild 3: Der verdeckt eingebaute
RFID-Sicherheitssensor Safix

 

Modulare Sicherheitssteuerung SAFIX von ReeR wächst mit ihren Aufgaben

 

Angeschlossen ist der SAFIX im Fall von KMT-Vogt an die Sicherheitssteuerung Mosaic des italienischen Safety-Herstellers ReeR, dessen Produkte ebenfalls von SSP in Deutschland vertrieben werden. Die MOSAIC ist ein modulares, konfigurierbares Sicherheitssystem für den Schutz von Personen an Maschinen oder Anlagen. Sie ist dazu geeignet, diverse Sicherheitssysteme wie Lichtvorhänge, Laserscanner, Sicherheitssensoren und viele mehr durch die Verwendung von nur einem einzigen Hauptmodul zu überwachen. Auf 22,5mm Baubreite bietet sie mit dem Hauptmodul M1 gleich 8 sichere Eingänge, 2 OSSD Ausgangspaare, 4 Testausgänge zur Sensorüberwachung, 2 programmierbare Signalausgänge sowie 2 Eingänge zur Überwachung externer Erweiterungen. Reichen die Ein- und Ausgänge des MOSAIC-Hauptmoduls nicht aus, stehen dem Anwender diverse Erweiterungsmodule zur Verfügung. KMT-Vogt Geschäftsführer Lars Schuler schätzt diesen modularen Aufbau ganz besonders, denn im Sondermaschinenbau ist keine Maschine gleich. So kommt es auch vor, dass je nach Applikation die Steuerung flexibel mitwachsen muss. Für bestimmte Applikationen wie Drehzahlüberwachung oder Bus-Kommunikation stehen spezielle Erweiterungsmodule zur Verfügung. Diese werden einfach über einen Rückwandbusstecker miteinander gekoppelt und über die kostenlose Software „MOSAIC Safety Designer“ programmiert.

Sicherheitssteuerung MOSAIC

Bild 4: Die gelbe Sicherheitssteuerung MOSAIC mit Hauptmodul M1 und Erweiterungsmodul MI8

 
Marcel Aulila und Lars Schuler vor der 14er-Spindelanlage

Bild 5: Marcel Aulila von SSP (links) und Lars Schuler von KMT-Vogt (rechts) vor der 14er-Spindelanlage

 
 

Zufriedene Anwender

Der Kunde KMT-Vogt und der Endkunde sind sehr zufrieden. Bei SSP schätzt der Kunde den guten Service und das breite Portfolio verschiedenster Sicherheitsprodukte. Die Sicherheitssteuerung MOSAIC ist für ihn die optimale Lösung, da sie mit ihrer kleinen Bauform bei Standardapplikationen Platz im Schaltschrank spart und bei Sonderapplikationen ganz einfach mitwächst.

Weitere Informationen finden Sie unter www.safety-products.de