...dass in der DIN EN 415-10:2014 unter Punkt 5.16.2.3 auch die Möglichkeit des Einsatzes von Schlüsseltransfersystemen mit einem Safety-Schlüssel vorgeschlagen wird?


Auch die DIN EN 14119:2003 beschreibt Schlüsseltransfersysteme ganz konkret als eine Verrieglungseinrichtung, die auf dem Transfer eines Schlüssels zwischen Schlüsselschalter und Schloss beruht. Das System zeichnet sich durch den Schlüssel aus, der immer entweder im Schlüsselschalter oder am Schloss festgehalten wird. Konkret bedeutet das, dass der Schlüssel erst freigegeben wird, wenn die trennende Schutzeinrichtung sicher geschlossen und zugehalten ist.


Möglich ist zudem eine Kombination verschiedener Abläufe, wie in der unten abgebildeten Zeichnung dargestellt.
Bei stehender Anlage wird zunächst der Schlüssel abgezogen, was den Sicherheitskreis über zwangsgeführte Kontakte unterbricht.
Mit dem roten Schlüssel kann der Bediener nun in einer rein mechanischen „Schlüsselaustauschbox“ zwei weitere blaue Schlüssel freigeben. Mit diesen Schlüsseln werden nun eine Klappe und eine Tür geöffnet. Bei der Luke, die nicht hintertretbar ist, kommt ein Einfachschloss zum Einsatz.  Der blaue Schlüssel wird eingegeben und die Luke somit geöffnet. Während die Luke geöffnet ist, lässt sich der Schlüssel nicht mehr abziehen.


Bei der hintertretbaren Türe, kommt ein Zweifachschloss mit vergleichbarer Logik zum Einsatz. Zusätzlich entnimmt der Bediener allerdings noch einen Sicherheitsschlüssel (grün), welchen er mit in die Anlage nimmt. Dieser Schlüssel dient zur persönlichen Absicherung. Um die Anlage zu starten, muss der ganze Ablauf in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden. Die Schlüssel sind mit weiter über 1000 Codierungen gemäß DIN EN 14119:2013 hoch codiert.

Schaubild Schlüsselwechsel